Kendo

Kendō (剣道, ken Schwert und dō Weg) ist eine weiterentwickelte und moderne Art des ursprünglichen japanischen Schwertkampfes, wie ihn die Samurai erlernten und lebten. Kendō, als Weg, verfolgt nicht nur die Techniken und Taktiken des Schwertkampfes, sondern auch die geistige Ausbildung des Menschen. Die Übenden sollen durch Kendō vor allem Charakterfestigkeit, Entschlossenheit und moralische Stärke erlangen.(Wikipedia/gekürzt) Der jap. Ausdruck: Kokki, oder zu deutsch: Überwinde Dich selbst! Zeigt, dass Bestandteile des Kendotrainings wie die regelmäßige Teilnahme, Disziplin, Reiho und Hingabe für den Sport unabdingbar sind.

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Wer sich immernoch kein genaueres Bild machen kann, findet hier ein Video (Hyperlink) das einen ersten Eindruck vermitteln soll. Oder: Wer Zeit und Lust hat kann auch gleich zu einem unverbindlichen und kostenlosen Probetraining vorbeikommen.

Training

Ort: Turnhalle des Sonderpädagogischen Förderzentrums (Dr. Bayerlein Stiftung) Dr. Eggersdorfer Str. 1 (Querstraße zur Neuburger Str. auf Höhe der AOK) 94032 Passau Siehe Anfahrtsbeschreibung (Hyperlink)
Zeit: Mittwoch von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr Freitag von 18:30 Uhr bis 20:30 Uhr Training findet auch während der Schulferien statt.
Zuschauer und Interessierte sind jederzeit erwünscht!

Kriterien für die Trainingsteilnahme:

Bereitschaft und Fähigkeit zur regelmäßigen Teilnahme! Eine Voraussetzung ist der Wille, wöchentlich am Training teilzunehmen, auch wenn es manchmal schwer zu sein scheint. Denn hier trennt sich schon früh die Spreu vom Weizen. Nach einem angemessenen Zeitraum und dem unterschiedlichen persönlichen Einsatz kommt der Trainer auf euch zu. Dann habt ihr die Wahl, ob ihr weiterhin Kendō machen und mit Rüstung trainieren wollt.

Angebot

Bogu: Eine Rüstung kann ausgeliehen werden. Mit der Rüstung wird das Training fordernder und körperlich anstrengender, jedoch steigt die Freude, mit den Anforderungen in die ihr hineinwachst.
Prüfung: Wer sein sportliches Weiterkommen bestätigt haben möchte, kann dies durch das Ablegen von Prüfungen erreichen. Diese sind jedoch durch regelmäßige Teilnahme am Training zu meistern.
Probetraining: Das Training ist für alle Interessierte offen, ob alt oder jung, schwach oder stark, Mann oder Frau! Kendō kann allen helfen sich besser zu fühlen oder besser zu bewegen. „Der Weg des Schwertes“, soll neben den sportlichen Aspekten auch Werten wie Selbstbeherrschung, Selbstsicherheit, Durchsetzungsvermögen, Respekt und Fairness im gemeinsamen Miteinander vermitteln. Dies ist nicht zuletzt ein Grund dafür, warum Kendō Pflichtsportart bei der japanischen Polizei ist. Wer dennoch im Zweifel über seine körperliche Eignung ist, sollte vorher mit seinem Hausarzt, oder mit dem Übungsleiter vor Ort sprechen.
Merke: Kein noch so guter Artikel über Kendō kann die Teilnahme an einem kostenlosen Probetraining ersetzen, will man den Geist des Kendō erfassen und den Spaß am gemeinsamen Training nachvollziehen.

Warum Kendō ausprobieren?

Um an der Herausforderung zu wachsen, die Techniken zu meistern, neue Freundschaften zu schließen und um sich selbst zu überwinden. Um zu erleben wie japanische Kultur und Sport sich ergänzen und die Philosophie sich auf den Alltag übertragen lässt.

Ob alt oder jung, schwach oder stark, Mann oder Frau! Durch die Vielfalt der vorhandenen Techniken können Nachteile durch die Verwendung anderer Techniken ausgeglichen werden. Kendō kann allen helfen sich besser zu fühlen oder besser zu bewegen. Durch Kendo werden auf natürliche Weise sehr viele verschiedene Muskelgruppen trainiert, ohne dass Kendo dabei monotones Muskelaufbautraining wäre. Es stellt somit einen idealen Ausgleich zum stressigen Alltag dar und dient der Kräftigung sowie der eigenen Ausdauer.

„Der Weg des Schwertes“, soll neben den sportlichen Aspekten auch Werten wie Selbstbeherrschung, Selbstsicherheit, Durchsetzungsvermögen, Respekt und Fairness im gemeinsamen Miteinander vermitteln. Dies ist nicht zuletzt ein Grund dafür, warum Kendō Pflichtsportart bei der japanischen Polizei ist.

Verhalten im Dojo

Allgemeine Regeln – Kendō Reiho (Etikette):

Etikette dient nicht dazu höher Graduierte in den Vordergrund zu rücken, sondern hat einen gemeinschaftlichen Sinn. Sie soll Disziplin und Verhalten im Ganzen lehren sowie Selbstbewusstsein bzw. die eigene Weiterentwicklung fördern. Nur wenn selbst respektvoller Umgang praktiziert wird, kann dies auch von den Trainingspartnern erwartet werden.

  1. Beim Betreten oder Verlassen des Dojos verbeugen wir uns respektvoll in Richtung der am weitesten entfernten Wand (abgeleitet von der Verbeugung gegenüber dem Dojo-Schrein).
  2. Wie bei fast allen jap. Kampfsportarten betreten wir das Dojo mit bloßen Füßen.
  3. Wir arbeiten konzentriert mit und versuchen jede Übung mit voller Aufmerksamkeit bestmöglich auszuführen. Beim Kampf mit einem höher Graduierten gehört es zur Kendo- Etikette, dass wir den ersten Angriff in unserer besten weise ausführen. So kann der höher Graduierte unseren Level taxieren und angemessen mit uns trainieren.
  4. Wir gehen hinter einem Kendoka in Rüstung vorbei. Sollte es dennoch notwendig werden vorne vorbeizugehen, verbeugen und entschuldigen wir uns.
  5. Während man im Seiza sitzt und den Befehl erhält „men (wo) tsuke“ legen wir Men und Kote schnellstmöglich an. Am besten bevor der Sensei fertig ist. Beim Befehl „kote men (wo) tore“ warten wir bis der Sensei seinen Men und seine Kote ausgezogen hat. Erst da- nach beginnen wir und legen schnellstmöglich Kote und Men ab.
  6. Wenn uns ein Sensei oder ein Sempai eine Übung erklärt, verhalten wir uns kooperativ, wi- dersprechen nicht und verfolgen die Übung aufmerksam.
  7. Benutze das Shinai nicht als Stütze. Das Shinai steht für das Schwert. Den Samurai war ihr Schwert das wertvollste. Du solltest Stolz darauf sein und es angemessen behandeln. Genau- so wie dein Bokken solltest du es bei nicht Gebrauch an die Wand lehnen, mit der Spitze nach oben zeigend.
  8. Steige oder trete nicht über andere Rüstungen oder Shinai. Behandle die Rüstungen der an- deren mit demselben Respekt wie deine eigene.
  9. Wir helfen uns vor und nach den Übungen gegenseitig.
  10. Ein Kendoka sollte sich vor und nach jeder Übung gegenüber seinem Trainingspartner bzw. Lehrer verbeugen.
  11. Aggressives Verhalten, Beleidigungen oder Flüche sind im Dojo zu unterlassen.
  12. Bei lockeren oder offenen Himos, hebe die Hand als Signal, dass du kurz (!) aufhören musst. Begib dich dann zügig an den Rand der Kampffläche. Ordne deine Bogu und nimm mit einer Verbeugung deine Position ein.
  13. Beachte bei allen Übungen, dass du niemanden in irgendeiner Weise behinderst, gefährdest oder den Unterrichtsablauf störst.

Wir sollten uns daher einprägen immer auf korrekte Etikette und Shisei (Haltung) während dem ganzen Unterricht zu achten und etwas Kigurai (Stolz) zeigen. So wird der eigene Dojo für alle zu einem besseren Trainingsort.

Wichtige Begriffe

Japanische Zahlen

0 - rei / zero 1 - ichi 2 - ni 3 - san 4 - shi / yon 5 - go 6 - roku 7 - shichi / nana 8 - hachi 9 - kyū 10 - jū 11 - jūichi (10 + 1 = jū + ichi = jūichi) 12 - jūni 13 - jūsan usw. 20 - nijū 21 - nijūichi 30 - sanjū 40 - yonjū 50 - gojū 60 - rokujū 70 - nanajū 80 - hachijū 90 - kyuujū 100 - hyaku

1. Treffer - ippon-me 2. Treffer - nihon-me 3. Treffer- sanbon-me (shobu ari)

Anmerkung: Die hervorgehobene Zahl ist die natürliche Zahl, die danebenstehende (nicht unterstrichene Zahl) wird im Zusammenhang mit Zähleinheitswörtern verwendet!

Trainingsbegriffe

Rei Verneigung, Verbeugung, höflich Begrüßen.
Rei- hō Rei-hō ist in etwa gleichbedeutend mit Etikette und ist ein fester Bestandteil des japanischen Lebens. Unter Etikette versteht man im Allgemeinen das gute Benehmen bzw. die angemessenen Umgangs- formen bzw. Verhaltensregeln innerhalb eines bestimmten gesellschaftlichen Rahmens (hier: Dōjō). Sie umfasst alle Aspekte des Trainingsablaufes und beinhaltet unter anderem: Pünktlichkeit, die ortsüblichen Grußfloskeln, während des Unterrichts sollte nicht unnötig gesprochen werden, Körperhygiene, Respekt vor Lehrern und Mitschülern, strebsame und motivierte Teilnahme sowie vieles mehr.
Ritsu-rei Grüßen und Verneigen im Stehen.
Za- rei Grüßen und Verneigen im Sitzen.
O-negai-shimasu Bedeutung hier: Bitte um Unterweisung, Unterricht bzw. guten Rat. Insbesondere bei Bitten die an den Sensei gerichtet werden.
Domō arigatō gozaimashita Vergangenheitsform von „Domō arigaitō gozaimasu.“ Diese Form findet Anwendung wenn man sich z.B. nach einem Training / Lehrgang beim Sensei bedankt.
Sensei ni rei Verneigung vor dem Sensei.
O- tagai ni rei Verneigung voreinander / gegenseitige Verneigung.

Kommandos beim normalen Trainingsablauf

Kamae Grundhaltung oder Ausgangsstellung einnehmen! Körperhaltung aus der man auf einen Angriff reagieren oder aber auch selbst angreifen kann.
Hajime Beginnen / Anfangen!
Yame Aufhören / Beenden!
Kōtai Wechseln! (Im Uhrzeigersinn rotieren)
Mō ikkai Noch einmal! (gleiche Übung nochmals wiederholen)
Kiritsu Aufstehen!
Sei-retsu In einer Reihe aufstellen!
Shizen-tai Natürliche Grundstellung einnehmen!
Wakare Trennung! Verabschiedung! (Kommando mit dem kämpfende Kenshi beim Shiai = Wettkampf getrennt werden)
Tai-tō Shinai / Schwert an der linken Hüfte anlegen!
Sage- tō Tragen des Shinai in der linken Hand bzw. des Bokutō in der rechten Hand, vor oder nach dem Kommando „Rei“.
Shinai o mote! Das Shinai aufnehmen.
Kote – Men o tsuke! Kote und Men anlegen.
Kote – Men o tore! Kote und Men abnehmen.
Sonkyo Der „Fersensitz“ in der Hocke. Position die unmittelbar vor dem Shiai einnimmt!
Chaku-za! Seiza-Position einnehmen.
Sei-za! Sitzen mit untergeschlagenen Beinen (wichtig: aufrecht sitzen!).
Moku-sō! Kurze Meditation vor und nach dem Training in der Seiza-Position.
O – tagai ni rei! Gegenseitiges Verbeugen.

Trefferflächen